Grafikkarte? Ja klar, an dem Gerät, an dem diese Zeilen jetzt angezeigt werden, wird eine vorhanden sein. Oder nicht? Radio Eriwan würde hier antworten: „Im Prinzip ja, aber…“- und dann feststellen, dass „Grafikkarte“ für alles steht, was ein Bild erzeugt.

Der Begriff „Karte“ stammt aus den Anfängen der Computerei, wo jedes Gerät über eine eigene Steckkarte angeschlossen wurde.Nerds und alte Computerhasen bekommen bei den Begriffen ISA-Bus, Monochrom-Grün-Monitor und SVGA-Auflösung regelmäßig nostalgische Anwandlungen. Damals war eine Grafikkarte eine Erweiterungskarte, auf der der eigentliche Bildschirmanschluss zusammen mit dem Grafikchip und etwas Speicher verbaut war. Heutzutage, wo Geräte möglichst kompakt sein sollen, werden oft Grafikchips direkt neben dem Hauptprozessor eingelötet oder sogar in diese integriert. Daher unterscheidet man zwischen integrierten Grafik“karten“ und dedizierten Grafikkarten, die als eigene Steckkarte daherkommen. Das Portal only4gamers beleuchtete das Thema ebenfalls, vor allem aus Sicht von Gamern.

Grafikkarte oder Grafikchip- was ist besser?

Diese Frage ist schlecht formuliert. Besser muss es heißen: Was ist die optimale Lösung für Anwendungsfall XY? Verglichen mit Autos macht sich ein tiefgelegter Sportwagen auf dem Nürburgring oder beim sonntäglichen Brötchenholen sicherlich gut, ist im Wald aber eher hinderlich.
Vereinfacht kann man sagen, dass eine heutige dedizierte Grafikkarte zu der Leistungsklasse gehört und vorwiegend in PCs und speziellen Notebooks sowie Servern eingesetzt wird.
Integrierte Grafiklösungen sind zunehmend überall dort eingebaut, wo innere Werte zählen wie Platzbedarf, Stromverbrauch und Kühlleistung. Beispiele hierfür sind die meisten Notebooks, Tablets sowie viele einfache PCs, die für reine Bürozwecke und das eine oder andere Stündchen Youtube durchstöbern genutzt werden.

Vor- und Nachteile einer dedizierten Grafikkarte

Die Grafikkarte bietet den Vorteil, dass diese einfach bei Defekt oder zur Aufrüstung ausgetauscht werden kann. Gerade Gamer-PC werden regelmäßig mit neuen Grafikkarten ausgestattet, da diese mit ihrer GPU-Einheit bei der Berechnung der Bilddetails mithelfen. Vereinfacht gesagt, hängt der anzeigbare Detailgrad bei Spielen von der Leistungsfähigkeit der Grafikkarte ab. Gleiches gilt für die Benutzung von Monitoren mit hohen Auflösungen oder sogar mehreren Monitoren- die Datenmenge muss durch eine leistungsfähige Grafikkarte aufbereitet werden. Dedizierte Grafikkarten besitzen oftmals mehrere Anschlüsse, Hochleistungsmodelle mit vier oder mehr Ports sind keine Seltenheit.
Die Leistung hat leider ihren Preis: Starke Netzteile und gute Lüfter zur Kühlung sind Pflicht.

Vor- und Nachteile einer integrierten Grafikkarte

Die Grafikkarte bietet hier den Vorteil, in der Regel heutzutage mit im Gehäuse des Hauptprozessors (CPU) verbaut zu sein. Hierdurch wird wenig Platz belegt, die Montage ist zeitsparend und im Gegensatz zu einer dedizierte Grafikkarte wird vergleichsweise wenig Strom verbraucht. Dies bedeutet, dass wenig Abwärme erzeugt wird und ein Rechner leise betrieben werden kann. Die Leistung einer solchen Grafiklösung ist geringer als bei einer dedizierten Grafikkarte, was im normalen Alltag (Emails schreiben, Internet surfen, Youtube schauen) in der Regel ausreicht. Anspruchsvolle Spiele sind jedoch nicht das Metier einer integrierten Grafikkarte. Als Ausgleich lassen sich auf diese Weise leise Mini-PCs und kleine Notebooks bauen.

Fazit

Der Normalo-Nutzer, der „nur“ mit dem PC etwas arbeiten möchte, ist in der Regel mit einer integrierten Grafiklösung gut bedient. Poweruser, die ihren PC tunen möchten wie Manni seinen Manta werden zu einer dedizierten Grafikkarte greifen.

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