Du liebst es online Videospiele zu spielen oder anderen dabei zuzusehen? Dann bist du sicherlich schon mit dem Portal Twitch in Berührung gekommen. Das Portal ist im Jugendschutzgesetz stark umstritten. Folgender Ratgeber beschäftigt sich damit, ob schärfere Maßnahmen von Notwendigkeit sind und zeigt Alternativen auf.

Was ist Twitch?

Twitch ist ein Streamingportal. Computerspiele und Videos werden in diesem Webportal live übertragen. Es werden aber auch Talkshows, Musik oder TV-Serien übertragen. Das Portal hat pro Monat über 2 Millionen Streams und wurde 2014 von Amazon aufgekauft. Twitch hat viele kritische Stimmen. So wurde bereits ein Attentat per Live-Übertragung auf der Plattform gestreamt.

Der Großteil der Nutzer sieht bei Videospielen zu. Sobald du registriert bist, kannst du einen eigenen Kanal erstellen. Um eine Live-Übertragung zu starten benötigt es in der Regel eine spezielle Software. Einzelne Spielkonsolen verfügen bereits über eine Übertragungsfunktion. Die Streams sind auf der Webseite Twitch.de einsehbar. Aber auch Apps für IOS oder Android-Geräte stehen bereits zur Verfügung.

Ist Twitch für Minderjährige geeignet?

Auf der Plattform existieren unzählige, nicht jugendfreie Spiele und Videos. Daher gilt die Plattform seitens des Jugendschutzgesetzes als sehr problematisch. Viele Minderjährige nutzen die Plattform, um an Spielen teilzunehmen, welches Ihnen aufgrund einer Altersbeschränkung eigentlich nicht möglich wäre. Ein besonders umstrittenes Beispiel sind Streams von Glücksspielinhalten. Streamer zeigen dabei auf Twitch wie sie an Spielautomaten, wie denen von https://free-spins.net/de/spielautomaten/, spielen und Geld gewinnen. Hier sind vor allem Eltern dazu verpflichtet darauf zu achten, welche Inhalte von den Minderjährigen konsumiert werden.

Längst ist Twitch kein reines Streaming-Portal mehr, sondern ähnelt einem sozialen Netzwerk. Nutzer, welche registriert sind, können miteinander chatten und direkte Nachrichten austauschen. Ähnlich wie bei Facebook oder WhatsApp kann auch der jeweilige Status gepostet werden. Alle Beiträge können geteilt oder kommentiert werden. Dass ist gerade bei gewalttätigen Inhalten sehr gefährlich. Innerhalb weniger Minuten können unerlaubte Inhalte eine Vielzahl von Jugendlichen erreichen.

Wie geht die Plattform mit Gewalt um?

Die Plattform untersagt klar und deutlich, dass es für Gewaltakte keine Toleranz gibt. Videos oder Streams, welche Gewaltakte beinhalten oder Hassbotschaften verbreiten, sind strikt untersagt. Dass Problem: Videos welche Gewaltszenen und Hassbotschaften enthalten, stehen bereits mehrere Stunden zur Verfügung bis diese entdeckt werden. Darunter beispielsweise die Live-Übertragung des Attentats in Halle. Bevor das Video gelöscht wurde war es über eine halbe Stunde zugänglich und wurde von über 2000 Menschen gesichtet.

Eines ist Fakt, Computerspiele welche keine Jugendfreigabe erhalten haben, dürfen offiziell nicht an Minderjährige verkauft werden. Auf der Plattform „Twitch“ stehen auch Videos ohne Jugendfreigabe zur Verfügung. Jedes Kind kann sich also die brutalen Szenen der Spiele im Internet ansehen.

In welcher Form wird Schutz gewährleistet?

Der Staat sieht den Schutz Minderjähriger während der Mediennutzung, als zentrale Aufgabe. Rechtlich greift in diesem Fall das Jugendschutzgesetz und der Jugendmedienschutz-Strafvertrag. Dieser variiert je nach Land. Der Staatsvertrag ist für alle Videoplattformen von Relevanz. Also auch für die Plattform Twitch.

Spricht man von absolut unzulässigen Inhalten, dürfen diese in keinem Fall verbreitet werden. Die Verbreitung ist in der Regel auch nach dem Strafgesetzbuch untersagt. Des Weiteren existieren relativ unzulässige Inhalte. Diese haben einen schädlichen Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Der Zugang ist in diesem Fall nur Erwachsenen erlaubt. Dass sind beispielsweise pornographische Inhalte. Der Anbieter muss die Seite über eine geschlossene Gruppe oder eine Altersbeschränkung kennzeichnen.

Live-Streaming-Inhalte, welche auf der Plattform Twitch angeboten werden, werden seitens des Staates als entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte angesehen. Dass bedeutet, der Anbieter muss sicherstellen, dass Kinder die Inhalte nicht sehen können. Er kann sich durch eine Alterskennzeichnung oder einen allgemein erschwerten Zugang des Angebotes ausreichend absichern. Als weitere Sicherheit dient die zeitliche Beschränkung. Dass bedeutet, dass die Videos nur in einer gewissen Zeitspanne zugänglich sind beziehungsweise freigeschaltet werden.

Müssen Eltern die Verantwortung übernehmen?

In erster Linie ist es Aufgabe der Landesmedienanstalt, auf die Einhaltung der oben genannten Vorschriften zu achten. Natürlich müssen aber auch Eltern, in einem gewissen Rahmen, Verantwortung tragen. Erziehungsberechtigte welche sich unsicher sind, können sich ausreichend über Orientierungshilfen und Informationsangebote im Internet informieren.

Aktuelle Gesetze verbieten bereits den Zugang Jugendlicher zu entwicklungsbeeinträchtigendem Streaming. Allerdings ist die Rechtsdurchsetzung relativ kompliziert. Auch die nicht ausreichenden technischen Schutzmechanismen können hier verantwortlich gemacht werden. Dabei sollten nicht nur gefährliche Inhalte bewertet und begrenzt werden. Es geht vor allem auch um den Schutz der Jugendlichen vor Mobbing oder Rechtsextremismus.

Wie gefährlich sind Live-Streams?

Live-Streams stellen ebenfalls eine große Gefahr da. Streamer können sogenannte Gruppen eröffnen. Alle Fans erhalten eine Einladung über den Live-Stream. Einzelne Live-Streams verfügen zwar über Plug-Ins, welche Inhalte sperren können, diese können aber meist problemlos umgangen werden. Wenn beispielsweise kein Update stattgefunden hat oder ein Freund des Nutzers über kein Plug-In verfügt, ist der Schutz unbrauchbar. Zudem sperren einzelne Browser Plug-Ins. Aktuell sind zahlreiche neue Gesetze im Umlauf, welche Kinder vor allem auch vor einem internationalen Angebot schützen sollen. Alle jugendgefährdenden Angebote dürfen künftig von einer Prüfstelle kontrolliert werden. Dass Jugendmedien-Schutz Gesetz soll zukünftig stetig weiterentwickelt werden, um auch auf Streaming-Plattformen für ausreichenden Schutz zu sorgen.

Wo liegt das Problem der internationalen Plattform?

Viele Spiele tragen heute bereits die Bezeichnung „Adults only“. Dass entspricht einer Altersfreigabe von mindestens 18 Jahren. Spiele, welche mit AO gekennzeichnet wurden, sind nicht mehr für den Handel bestimmt. Diese Regelung gilt international.

Dass Problem: Das Portal wird international genutzt und in zahlreichen Ländern herrschen unterschiedliche Vorgaben. Während in den USA erotische Szenen als gefährlich eingestuft werden, sind in Deutschland gewalttätige Inhalte wesentlich relevanter. Die USA beurteilt nach dem Entertainment Software Rating Board, kurz ERSB. Deutschland hingegen, nach der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, kurz USB. Die Nutzerrichtlinien des Portals waren bisher sehr schwammig. So dürfen beispielsweise keine sexuellen Inhalte oder Inhalte mit roher Wortwahl gestreamt werden. Spiele wie „Call of Duty“ enthalten rohe Gewalt und werden in den USA bereits ab 17 Jahren freigegeben. Dass entspricht in Deutschland einer FSK von 16. Dass bedeutet im Umkehrschluss, es werden Videos gezeigt, welche eigentlich in Deutschland erst ab 18 Jahren freigegeben wären.

Fazit:
Das Portal Twitch bringt einige Vorteile mit sich. Dennoch ist es, aufgrund des Jugendschutzgesetzes, stark umstritten. Spiele werden von internationalen Anbietern unterschiedlich bewertet. Dass macht die Altersbeschränkung kompliziert. Durch das Streamen der Videospiele ist der Zugang gewalttätiger Videospiele auch Minderjährigen möglich. Eltern sollten stets auf das Nutzerverhalten ihrer Kinder achten

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