Die Erfolgsgeschichten sprechen für sich und wecken Begehrlichkeiten. Pokerspieler auf der ganzen Welt haben den Schritt zum Profi geschafft und sind mitunter sogar reich geworden. Doch wie realistisch ist eine solche Karriere eigentlich?

Man liest es immer wieder: Ein Pokerspieler, der durch harte Arbeit und etwas Glück den Sprung nach ganz oben geschafft hat und nun gleich Millionen auf seinem Konto hat. Über 10.000 Spieler auf der ganzen Welt sollen heute von ihren Einkünften beim Poker leben können. Nicht jeder von ihnen ist ein Millionär, mit einem Einkommen zwischen 20.000 und 80.000 Euro gibt es aber eigentlich keinen Grund mehr, einen anderen Job zu verfolgen. Allerdings steckt auch immer harte Arbeit hinter den Erfolgsgeschichten. Poker ist ein Spiel, bei dem es neben dem Glück auch auf das eigene Können ankommt. Dieses entsteht nicht von heute auf morgen.

Der Weg zum Profi

Bei einer Weltbevölkerung von mehr als 7,5 Milliarden Menschen sind 10.000 Pokerprofis ein verschwindend geringer Teil. Entsprechend sollte man mit realistischen Einstellungen an die Sache herangehen, wenn man den Sprung zum Profi schaffen möchte. Wie schon erwähnt, bedarf es harter Arbeit, was im Falle von Poker bedeutet, spielen, spielen und noch mehr spielen. Vor der Profikarriere sollte man Monate wenn nicht sogar Jahre an Erfahrung gesammelt haben. Auch sollte man als Amateur schon gute Gewinne erzielen, die rechtfertigen, dass man sich als Profi überhaupt behaupten kann.

Nicht umsonst empfehlen viele Experten, einen guten Job nicht für eine Pokerkarriere aufzugeben. Wer gutes Geld verdient und Spaß an seiner Arbeit hat, sollte es sich genau überlegen, ob er dies für ein eher unsicheres Leben aufgibt. Denn ein sicheres Arbeitsfeld ist die Pokerwelt nicht. Selbst die besten Spieler haben Phasen, in denen es alles andere als gut läuft. Für diese Zeiten bauen sich erfahrene Profis einen Rückhalt auf, auf den sie dann zurückgreifen können. Dabei ist es empfehlenswert, wenn man im Vorfeld einen genauen Plan erstellt. Man sollte genau durchrechnen, wie viel Geld man verdienen muss, um den Lebensunterhalt zu bestreiten und Rücklagen aufzubauen. Ob die eigenen Fähigkeiten ausreichen, um diese Einnahmen zu generieren, lässt sich nur bewerten, wenn man über ausreichende Erfahrung verfügt.

Ein grundlegender Punkt für Erfolg, ist laut den Branchenkennern von vertrauenswuerdig.info, die Seriösität des Portals. Es bringt einem nichts, wenn man 1000 Euro gewinnt, aber der Anbieter nicht auszahlt.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Disziplin und Motivation. Nicht jeder ist für die Selbstständigkeit geschaffen und wer als Pokerprofi Karriere machen möchte, betreibt quasi sein eigenes Einmannunternehmen. Die Folge ist, dass man sich jeden Tag selbst motivieren und antreiben muss, um bestimmte Ziele und Einnahmen zu erreichen. Rückschläge im Spiel dürfen einen nicht demotivieren. Nicht selten kommt es bei den Profis vor, dass man einen ganzen Tag lang hart gearbeitet hat, nur um am Abend auf einen Verlust von 10.000 Euro zu schauen. Bei jungen Profis dürften die Zahlen sicher etwas kleiner ausfallen, der Effekt ist aber ähnlich. Am nächsten Tag muss man dies spätestens abgehakt haben, denn es wartet die nächste Arbeitsschicht.

Deutsche Poker-Millionäre

Dass sich harte Arbeit bezahlt macht und man tatsächlich durch Poker reich werden kann, zeigen auch Erfolgsgeschichten aus Deutschland. Ein gutes Beispiel ist Fedor Holz, der wohl mehr Geld als jeder andere Deutsche mit Poker verdient hat. Seine Einnahmen bei Live-Spielen werden auf über 26 Millionen Dollar geschätzt. Nicht umsonst stand er 2016 30 Wochen in Folge auf Platz 1der Livepoker-Weltrangliste, ein Kunststück, das noch keinem anderen Spieler gelungen ist. Sein größter Einzelgewinn betrug fast 5 Millionen Dollar.

Im Gegensatz zu einem anderen Poker-Millionär hat Fedor Holz dabei immer noch nicht genug vom Pokern. Pius Heinz dürfte hierzulande wohl jedem ernsthaften Spieler ein Begriff sein. Im Jahr 2011 gewann er als erster Deutsche beim Main-Event der World Series of Poker. Mit 8,7 Millionen Dollar nahm Heinz den größten Einzelgewinn eines deutschen Spielers überhaupt mit nach Hause. In Deutschland löste sein Erfolg anschließend einen Poker-Boom aus. Heinz selbst hat nach eigenen Angaben aber mittlerweile die Lust am Spiel eher verloren. Auf großen Turnieren ist er schon länger abwesend. Allerdings muss er auch nicht mehr spielen. Einer der großen Vorteile seiner Poker-Millionen ist es, dass er gar nicht mehr gezwungen ist, Geld zu verdienen. Wenn die Sache keinen Spaß mehr macht, kann man sich einfach etwas anderem widmen. Bis man diese Freiheit genießt, ist es aber ein steiniger Weg, der auch eine gehörige Prise Glück benötigt.

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